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Gesunder Schlaf dank digitalem Sandmännchen?

Gesunder Schlaf: 5 Mythen aufgeklärt

Falsch gedacht, falsch gemacht – Schlafmythen stehen einem gesunden Schlaf nicht nur im Weg, sondern begünstigen sogar chronische Schlafstörungen. Wissenschaftliche Studien schaffen zunehmend Abhilfe und klären auf. Welche gängigen Mythen stimmen, welche nicht?

Erholsamer Schlaf ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Doch trotz der großen Bedeutung, die gesunder Schlaf für unsere seelische und körperliche Gesundheit hat, ranken sich viele Mythen und Irrtümer um das Thema Schlaf. Braucht man im Alter weniger Schlaf? Hilft der Fernseher beim Einschlafen und fördern niedrige Temperaturen im Schlafzimmer die Schlafqualität? Im Folgenden räumen wir mit fünf gängigen Schlafmythen auf.

veröffentlicht am: 16.07.2018

geschrieben von: Mona Zaß (M. A. in Soziale Arbeit)

Schlafdauer: Für gesunden Schlaf sind mindestens 8 Stunden notwendig

Falsch. Der subjektive Schlafbedarf unterscheidet sich von Mensch zu Mensch: Manche Menschen brauchen neun Stunden Schlaf, um sich ausgeschlafen zu fühlen, andere nur fünf. Durchschnittlich werden für einen Erwachsenen sieben bis neun Stunden Schlaf empfohlen.1 Ist die Schlafdauer über einen längeren Zeitraum zu niedrig, kann dies zu gesundheitlichen Problemen und messbaren Konzentrationsstörungen führen. Fehlt Berufstätigen unter der Woche Schlaf, kann dieser an den Wochenenden nachgeholt werden.

Gesunder Schlaf: Richtig gedacht, richtig gemacht!

Erholsamer Schlaf ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Umso wichtiger ist es, mit gängigen Mythen aufzuräumen, die zu Schlafstörungen sogar noch beitragen können. Noch mehr Tipps, Tricks, Informationen und Unterstützung bietet CareLutions im Rahmen des Gesundheitsprogramms Schlaf.

Digitales Sandmännchen: Schlafstörungen wirkungsvoll bekämpfen mit Fernseher, Tablet & Co

Falsch. Fernsehen am Abend ist gemütlich und für viele ein festes Ritual. Auch der Griff zu Tablet oder Smartphone gehört für die meisten dazu. Smartphone, Tablet, PC und Fernseher emittieren jedoch energiereiches Licht und hemmen so die Produktion des „Schlafhormons“ Melatonin. Fehlendes Melatonin erschwert das Einschlafen und kann wachhalten.2 Hinzu kommt, dass das flimmernde Fernseher-Licht die Gehirnaktivität anregt und so das Einschlafen erschwert. Smartphone, Fernseher & Co. sollten daher 60–120 Minuten vor dem zu Bett gehen nicht mehr genutzt werden.

Schlafmythos Alter: Ältere Menschen haben einen geringeren Schlafbedarf

Jein. Im Vergleich zu Neugeborenen, die durchschnittlich zwischen 14 und 17 Stunden schlafen, sind es bei 25- bis 64-jährigen nur noch zwischen sieben und neun Stunden.1,3 Aber nimmt der Schlafbedarf mit über 65 Jahren noch weiter ab? Hier sind sich die Forscher noch nicht einig. Empfohlen werden über 65-jährigen von der National Sleep Foundation sieben bis acht Stunden Schlaf pro Tag. Die Spanne reicht jedoch von fünf bis neun Stunden.1 Hier zeigt sich, dass solche statistischen Daten im Einzelfall nicht hilfreich sind. Jeder Mensch lebt und ist anders. Daher gilt: Wer Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen erlebt, wer sich tagsüber müde und unausgeschlafen fühlt oder gar ungewollt am Steuer einnickt, braucht Hilfe. Betroffene sollten sich mit ihrem Arzt oder einem speziell geschulten Coach auf die Suche nach Ursachen und passenden Maßnahmen machen.    

Schlafmittel Alkohol: Mit einem Gläschen am Abend schläft es sich besser

Falsch. Alkohol hilft beim Entspannen und Abschalten. Für viele Menschen gehört das Gläschen Wein zum Essen oder das Bier zum Feierabend. Alkohol verflacht allerdings die Schlafphasen und führt zu häufigen Schlafunterbrechungen. Je mehr Alkohol getrunken wird, desto unruhiger wird der Schlaf.Diese Störungen werden oft gar nicht wahrgenommen, verringern aber in jedem Fall die Erholungswirkung des Schlafs.  
Trinken Sie Alkohol nur in geringen Mengen, oder versuchen Sie probehalber einmal, für eine Woche ganz darauf zu verzichten.

Schlaftemperatur: Kalt schläft es sich besser

Nicht unbedingt. Im Schlafzimmer sollte die Temperatur zwischen 16 °C und 20 °C liegen. Wichtig ist auch, dass der Raum vor dem Schlafengehen gut gelüftet wird oder Sie bei entsprechenden Temperaturen bei offenem oder gekippten Fenster schlafen. In den heißen Sommermonaten sollte, wenn vorhanden, in ein kühleres Zimmer ausgewichen werden.

Ohne Schlafirrtümer zurück zu gesundem Schlaf

CareLutions unterstützt mit seinem Gesundheitsprogramm Schlaf individuell dabei, gesunde Schlaftechniken zu erlernen. Die Coaches analysieren die Ursachen der Schlafstörung, organisieren und planen Behandlungsverläufe und begleiten auf dem Weg zu einem gesunden und erholsamen Schlaf.

  

1. National Sleep Foundation: National Sleep Foundation recommends new sleep times; online verfügbar unter: https://sleepfoundation.org/press-release/national-sleep-foundation-recommends-new-sleep-times/page/0/1 (zuletzt abgerufen 08/2018).

2. University of Houston. "Artificial light from digital devices lessens sleep quality: Melatonin skyrockets when blue light is blocked." ScienceDaily, 28 July 2017; online abrufbar unter www.sciencedaily.com/releases/2017/07/170728121414.htm (zuletzt abgerufen 07/2018).

3. Consensus Conference Panel, Watson NF, Badr MS, et al. Recommended amount of sleep for a healthy adult: A Joint Consensus Statement of the American Academy of Sleep Medicine and Sleep Research Society. J Clin Sleep Med 2015; 11: 591.

4. National Sleep Foundation: How alcohol affects the quality – and quantity – of sleep; online abrufbar unter: https://sleepfoundation.org/sleep-topics/how-alcohol-affects-sleep (zuletzt abgerufen 07/2018).

veröffentlicht am: 16.07.2018

geschrieben von: Mona Zaß (M. A. in Soziale Arbeit)