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Innovativ gegen depressiv

Depression: Sind innovative Gesundheitsprogramme auch wirtschaftlich?

Amerikanische Forscher konnten die Effektivität neuer Gesundheitsprogramme gegen die Folgen von Depression belegen. Doch sind solche Programme auch wirtschaftlich?

11 Millionen Arbeitnehmer pro Jahr sind wegen psychischer Erkrankungen krankgemeldet.1  Ganz vorne mit dabei: Depressionen – eine Volkskrankheit, die eigentlich schon gut behandelbar ist.2 Dennoch stellt sie Patienten, Ärzte, Arbeitgeber, Versicherungen und die Gesellschaft vor große Herausforderungen, denn sie wird häufig zu spät erkannt und nicht alle Betroffenen erhalten durchgehend die optimale Versorgung. Mit seinem innovativen Gesundheitsprogramm für psychische Erkrankungen möchte CareLutions dazu beitragen, dass sich dies ändert. Auch amerikanische Forscher haben zwischen 1996 und 1999 zwei innovative Ansätze getestet und die Auswirkungen auf Kosten, subjektive Belastung und Arbeitsfähigkeit untersucht.3 

veröffentlicht am: 04.07.2018

geschrieben von: Sandra Paas und Katharina Klenk

Depression: Innovative Gesundheitsprogramme lohnen sich

Kann man dem sozialen und beruflichen Rückzug bei Depression noch besser entgegenwirken? Mit zwei neuen Programmen gelang es amerikanischen Forschern, die subjektive Belastung der Patienten deutlich zu reduzieren und dazu beizutragen, dass Patienten sich häufiger mit voller Energie am Arbeitsplatz einbringen konnten. Trotz der Zusatzkosten kamen die Forscher deshalb zu dem Ergebnis: Investieren lohnt sich!

Depression besser behandeln: 3 Jahre, 1356 Patienten, 2 Programme

In den 46 teilnehmenden amerikanischen Kliniken wurden zusätzlich zur regulären Versorgung zwei Qualitätsverbesserungsprogramme für die Behandlung von Depressionen eingeführt:3


- Medikamentenprogramm: Die Patienten wurden über 6 oder 12 Monate – je nach Schweregrad – durch monatliche Telefonkontakte oder Besuche von geschulten Pflegekräften dabei unterstützt, die Medikation einzuhalten.

- Therapieprogramm: Hier bekamen Patienten von geschulten, praktizierenden Therapeuten ergänzend individuelle Verhaltenstherapien oder Gruppentherapien angeboten.

Innovative Programme gegen Depression: Wirtschaftlich und effektiv

Wie zu erwarten war, waren die durchschnittlichen Kosten in den beiden Gruppen mit verbesserter Versorgung höher als in der regulären Versorgung – im Medikamentenprogramm um 11 %, im Therapieprogramm um 13 %. Jedoch waren auch, über zwei Jahre hinweg beobachtet, sowohl die subjektive Belastung durch die Depression, als auch die Arbeitsunfähigkeit im Vergleich mit der regulären Versorgung deutlich geringer:

- Medikamentenprogramm: 25 Tage weniger, an denen eine Belastung durch Depression vorlag und 17,9 Tage mehr arbeitsfähig.

- Therapieprogramm: 47 Tage weniger, an denen eine Belastung durch Depression vorlag und 20,9 Tage mehr arbeitsfähig.

Insgesamt kamen die amerikanischen Forscher damit zu dem Ergebnis, dass eine solche Qualitätsverbesserung in der Behandlung von Depressionen das subjektive Wohlbefinden sowie die Arbeitsfähigkeit Betroffener maßgeblich steigern kann und wirtschaftlich ist.3

Digital und klassisch – mit allen Mitteln gegen Depression

Neben den in der Studie verwendeten klassischen Vor-Ort-Maßnahmen und der telefonischen Betreuung können mittlerweile auch viele hochwertige digitale Maßnahmen die Begleitung des Patienten unterstützen. CareLutions ergänzt sein Betreuungsprogramm z. B. durch Selfapy. Selfapy bietet 3-monatige Online Kurse an, welche Nutzern mit Hilfe von Videos, Texten und wöchentlichen Übungen die Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) beibringen. So werden sich in Zukunft die klassischen und digitalen Maßnahmen immer besser ergänzen – zum Wohl der Patienten und der Gesellschaft.

Mehr Details zur Studie finden Sie hier: Zur Originalpublikation.

Hier erfahren Sie mehr über Selfapy.

1 Stiftung Deutsche Depressionshilfe, unter: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/depression-in-verschiedenen-facetten/depression-und-arbeit (zuletzt abgerufen 05/2018).
2 Härter M, Watzke B, Daubmann A et al.: Guideline-based stepped and collaborative care for patients with depression in a cluster-randomised trial (2018) Scientific Reportsvolume 8, Article number: 9389.
3 Schoenbaum M, Unützer J, Sherbourne C et al.: Cost-effectiveness of practice-initiated quality improvement for depression: results of a randomized controlled trial. JAMA. 2001 Sep 19; 286 (11): 1325–30.

veröffentlicht am: 04.07.2018

geschrieben von: Sandra Paas und Katharina Klenk