Close

Wir haben diese Ergebnisse für Sie gefunden:

Überraschung und Staunen - was ist das eigentlich?

Obwohl diese Gefühle so alt sind wie die Menschheit, steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen. Grundsätzlich sind sich die meisten Wissenschaftler darin einig, dass Überraschung und Staunen dann entstehen, wenn unsere Erwartungen plötzlich auf eine Realität treffen, die mit unseren Erwartungen nicht übereinstimmt.1 Zwei Beispiele: 

  • Überraschung: Man vermutet seinen Lebensgefährten noch bei der Arbeit und plötzlich überrascht er einen zu Hause mit einem leckeren Abendessen.
  • Staunen: Hier geht es eher um langjährige Erfahrungen, z. B. wenn jemand sein ganzes Leben lang nichts bekommen hat, ohne es einzufordern oder darum zu kämpfen und plötzlich von seinem Chef einen sehr großzügigen Bonus zu Weihnachten bekommt.


Sind Überraschungen und Staunen gut für die Gesundheit?

Das hängt davon ab, ob es sich um eine positive oder negative Überraschung handelt. Bekommen wir eine Belohnung oder erleben wir etwas Schönes, werden die Nervenzellen in unserem Gehirn aktiv und schütten Stoffe aus, die dafür sorgen, dass wir uns gut fühlen. Fällt die Belohnung höher aus als erwartet oder ist das Ereignis schöner als erwartet – sind wir also positiv überrascht oder erstaunt -, sind die Nervenzellen aktiver und schütten mehr Belohnungshormone aus.1
Verliert aber z. B. das Lieblingsfußballteam völlig unerwartet, fühlt man sich viel schlechter, als wenn man bereits erwartet hat, dass das Team verliert und sich dann eher freut, dass der Torunterschied doch so klein war.

Das Wissen im Alltag nutzen

Den Ausgang eines Fußballspiels oder das Leben an sich können wir leider nicht beeinflussen. Was Sie aber beeinflussen können, sind Ihre Erwartungen. Heißt das jetzt, Sie sollten einfach immer so wenig wie möglich erwarten? Keineswegs.

Im Anhang finden Sie ganz unterschiedliche Tipps, wie sich Überraschungen und Staunen im Alltag – und vielleicht bereits zu Weihnachten - fördern lassen.

veröffentlicht am: 29.11.2018

geschrieben von: Dr. Sonja Hermeneit